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Mein Name ist Bernd Thomsen und ich wurde 1957 in Ludwigslust geboren. Mein Sternzeichen ist der Schütze. Ich bin jetzt 59 Jahre alt, 1,82m groß und ca. 80kg schwer. Ich bin bereits seit 37 Jahren verheiratet und habe einen Sohn (35 Jahre) und eine Tochter (31 Jahre). Seit meiner Geburt lebe ich in Neustadt-GleweNeustadt-Glewe
Meine Heimatstadt
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Meine Heimatstadt liegt im deutschen Bundesland Mecklenburg-Vorpommern und ist etwa 35 Kilometer von der Landeshauptstadt Schwerin entfernt. Dort bewohnen wir eine gemütliche Eigentumswohnung am Stadtrand.

Hier habe ich in ein paar Etappen mein bisheriges Leben kurz zusammengefasst !

Im zarten Alter von 4 Jahren kam ich in den Kindergarten. Dort war ich auch mal ein begnadeter Schauspieler. Keiner war in der Rolle des Struwelpeters so gut wie ich. Da wurde auch extra mein Gesicht mit Russ aus dem Kachelofen geschwärzt, damit ich auch wirklich schmuddelig aussah. Zur damaligen Zeit wurde auch noch ganz fleißig der Volkstanz geübt. ...und ich war guuuut!(..kiek Bursch ick sei die - dat Du mi siehst dat freut mi.. oder so ähnlich)


ich bin der mit dem Pfeil

das zweite Pärchen von rechts

Tja, wie war meine Kindheit ? Ich finde, dass sie ganz ok war. Wir waren eigentlich ständig draußen in der Natur. Wir haben uns Indianer-Outfits gebastelt und sind mit Pfeil und Bogen durch die Wildnis gestreift. Wir haben uns Schilfhütten und Erdhöhlen gebaut. Wir bauten uns Floße, die sich aber oft zu unserem Leidwesen, mitten auf dem Wasser in ihre Einzelteile auflösten. Natürlich haben wir auch Fußball gebolzt. Eigentlich hatten wir ständig und überall blaue Flecken. Wir haben aber auch manchmal richtigen Blödsinn (z.B. mit Schwarzpulver und Karbid) angestellt, wo wir uns aber um irgendliche Konsequenzen keine Platte machten. Ich kann mich noch genau erinnern, als wir mal zu unserem ABV-ler mußten und er uns drohte: "Wenn ich euch nochmal erwische sperre ich euch in den Keller und da müßt ihr Kohlen schrubben, bis sie weiss sind." Na das war vielleicht eine gruselige Vorstellung. Also haben wir uns eben nicht mehr erwischen lassen. Aber so schlimm waren wir auch wirklich nicht.
Wir haben damals auch oft "Westradio" gehört, wie z.B. auch Radio Luxemburg. Wir durften uns aber auch dabei nicht erwischen lassen. Als wir im Teenageralter waren hießen unsere Idole: Sweet, Slade, Suzi Quatro, Rolling Stones und später war der Film "Blutige Erdbeeren" ein absolutes muß.

Im Jahre 1964 wurde ich eingeschult. Ich war zwar ein sehr ruhiger Schüler, aber dass Lernen fiel mir unsagbar leicht. Ich habe mich zwar am Unterricht so gut wie gar nicht beteiligt, aber ich konnte mir den Lehrnstoff sehr gut einprägen, so dass meine schriftlichen Arbeiten immer gut bis sehr gut ausfielen. So schaffte ich es ganz locker den Abschluss der 10. Klasse. Meine Lieblingsfächer waren damals übrigens Musik, Mathe und Chemie.


Nun mußte ich mich 1974 für einen zu erlernenden Beruf entscheiden. In einem Werk in meiner Heimatstadt wurde eine, zu der Zeit, ganz neue Berufsausbildung angeboten. Der Beruf nannte sich: Facharbeiter für Anlagentechnik und die schulische Ausbildung fand in Treuen (Vogtland - ca. 540 km entfernt) statt. Wir waren dort 140 Lehrlinge (ca. 70 Jungs und 70!!!!! Mädchen). Na da war vielleicht was los. Kaum dort angekommen, haben die Mädels des 2. Lehrjahres einem sofort und uneigennützig das "richtige" Küssen beigebracht. Man, man, man und ich war doch eigentlich so schüchtern. Ja es war eine wirklich aufregende Zeit damals. Wir hatten zwar kaum Geld (nach Abzug der Internatskosten blieben so um die 60 Mark), aber das Bier kostete auch nur 51 Pfennig .. und mehr als 6 Bier habe ich nie geschafft. Also konnte ich mich auch nie für das "Kampftrinken" qualifizieren. Tja, wir hatten auch Kumpels dabei, die wohl locker einen ganzen Kasten Bier in kürzester Zeit leermachen konnten. Auf solche "Leistungen" war ich aber nie neidisch.
Natürlich erlebte ich dort unten auch meine "erste große Liebe". Sie hieß Steffi und war aus dem Ort. Durch die weite Entfernung ging das aber dann in die Brüche. Ja, das Leben ist eben nie einfach und mit 17/18 war ich eben noch "unreif" ... und wohl auch etwas feige.



Steffi

Geiler Kordanzug, ne ?


ich 17 und die Mädels schon 18 !!
.. also Frauen mit viel? Erfahrung


..und wir waren eine ganz wilde Truppe
.. und hatten jede Menge Spass

Ganz schlimm für mich war dervöllig überraschende Tod meiner Mutter mitten in meiner Lehrzeit. Das hatte mich wirklich ganz schwer getroffen. Sie war damals erst 45, also ein Jahr jünger, als ich es jetzt bin. Und meine größten Sorgen machte ich mir dann um meinen Vater. In der Lehrzeit fand auch die Musterung für den späteren Wehrdienst statt. Ich wurde eigentlich für den Dienst an der Grenze gemustert. Ich weiß noch heute wie die anwesenden Offiziere staunten, als ich ihnen sagte, dass ich keinen Dienst an der Grenze machen kann, weil ich auf keinen schießen könnte, der versucht unser Land zu verlassen, denn es könnte ja der eigene Bruder sein. Dazu muß ich aber auch sagen, dass mein Bruder gerade ein Jahr wegen versuchter Republikflucht im Gefängnis saß.
1976, kurz vor Beendigung meiner Lehre starb dann mein Vater an Kehlkopfkrebs. Die 40 "Casino" am Tag waren wohl doch zuviel für seinen Körper und den Verlust seiner Frau hatte er auch nie verkraftet. Da war er 51 Jahre alt.
Ich war dann auch echt froh, als ich im November 1976 zur NVA mußte. Ich leistete meinen 18-monatigen Wehrdienst als Funker (Tast- und Sprechfunk) in Schwerin (Stern-Buchholz II) in einem Fla-Raketen-Regiment. Die Armeezeit war wohl die sinnloseste Zeit in meinem Leben. Aber als Funker war ich wirklich gut. Und weil ich so gut war, durfte ich dann 1984 (Hagenow) und 1987 (Rostock) jeweils für 3 Monate zur Reserve - so ein Mist.



Funker im Dienst

der mit Helm (..und Nachtzeug) bin ich


Meine Frau

Im April 1978 wurde ich dann aus dem Armeedienst entlassen und fing wieder in meinem Betrieb als Anlagenfahrer an zu arbeiten. Sofort ist mir dann dort ein schönes Mädel "ins Auge gefallen". Es hat dann auch nicht mehr lange gedauert und wir waren ein Paar. Bereits 1979 haben wir dann auch geheiratet. Auf den Hochzeitsbild sehe ich aber wirklich irgendwie "steif" aus.



.. ein nachdenklicher junger Mann


Hochzeit 1979

Im Jahr meiner Hochzeit, also 1979, waren folgende die bestverkauften internationalen Musiktitel:

1. YMCA Village People
2. Mary's Boy ChildBoney M.
3. Heart of GlassBlondie
4. Dschingis KhanDschingis Khan
5. Born to be alivePatrick Hernandez
6. So bist Du Peter Maffay
7. We don't talk anymoreCliff Richard

Tja, 1980 war es dann soweit und ich wurde zum ersten Mal Vater. Ich hatte doch einen ganz schönen Bammel vor der Verantwortung und so. Man will ja auch möglichst nichts falsch machen. Aber ich glaube, dass wir das ganz gut hinbekommen haben. Gut, ich habe schon bereut, nicht bei der Geburt meines Sohnes dabeigewesen zu sein. Aber damals war es eben noch nicht ganz so "in". Weil unser Sohn kein Einzelkind bleiben sollte, bekamen wir dann 1984 unser zweites. Und weil ich es mir auch so gewünscht hatte, wurde es natürlich eine Tochter. Diesmal war ich auch live bei der Geburt dabei. Ich glaube so eine Geburt des eigenen Kindes ist das Emotionalste, was man in seinem kurzen Dasein erleben kann. In meinem ganzen Leben hatte ich noch nie so geheult. Ja, und es gibt ja auch ein Sprichwort aus dem Kilimandscharogebiet das lautet: "Wer ein Kind hinterlässt, lebt ewig." Es ist wirklich toll Vater zu sein. Zwar nicht immer, aber meistens. Heute sind meine Kinder erwachsen und ich glaub schon, dass beide auf dieser Welt gut zurechtkommen werden.



Unser Sohn Randy

Unsere Tochter Kathy

Meine Erinnerungen an die DDR

Gute Erinnerungen:

Kostenlose Kindergarten und Krippenplätze;
niedrige Mieten (30 Mark für 2,5 Zimmer - na ja, dafür konnte kein Hausbesitzer Reparaturen durchführen lassen.);
tolle Brigade- und Betriebsfeiern;
wenig Neid und Mißgunst unter den Menschen;
starke Nachbarschaftshilfe;
vorbildliches Schulsystem;
geringe Kriminalitätsraten;
Schlagersüßtafel für 80 Pfennige; Brötchen für 5 Pfennige;
preisgünstige FDGB-Ferienplätze (Ostsee, Elbsandsteingebirge, Vogtland, Harz usw. - hat immer Spass gemacht)

Schlechte Erinnerungen:

große Wohnungsnot;
Häuser, Straßen und Fabriken wurden immer reparaturbedürftiger;
Wartezeiten von 12 bis 14 Jahren auf ein Auto;
es gab keine Reisefreiheit;
kein Recht auf freie Meinungsäußerung;
kein Telefon;
die "Blaue Welle";
Schlangestehen für Apfelsinen, Bananen, Nüsse, Jeans, Baumaterial, Autoteile usw.;
für ein 10 Jahre altes Auto wurde teilweise sogar der Neupreis bezahlt;



46 Jahre aber topfit (2003)

November 2004 - Silberhochzeit 

Na ja, so sind die Jahre eben ganz fix vorbeigesaust. Besonders wenn man Kinder hat merkt man, wie schnell doch das Leben an einem vorbeizieht. Ich arbeitete von 1978 bis 1994 als Anlagenfahrer im 3-Schicht-System in der Kunstlederproduktion bzw. Produktion von Krankenunterlagen (Inkontinenzproduktion). 1994 wurde der Betrieb stillgelegt und um dann nicht arbeitslos zu werden, fing ich eine Tätigkeit in einem Abbruchunternehmen an. 1997 wurde ich wegen eines schweren Banscheibenvorfalls operiert. Die Klinikärzte sagten mir, dass ich auf gar keinen Fall mehr körperlich anstrengende Arbeiten machen darf, da sonst der nächste Bandscheibenvorfall nicht lange auf sich warten läßt. Außerdem sollte ich mein Gewicht reduzieren und anfangen regelmäßig Sport zu treiben. Also nahm ich erst mal 20 Kilo ab und fing an jeden 2. Tag zu joggen bzw. Rückengymnastik zu machen. 1998 begann ich dann mit einer Umschulung zum IT-System-KaufmannIT-System-Kaufmann
Berufsbeschreibung
in Schwerin bei CDI. Ich beendete diese Umschulung erfolgreich im Dezember 2000 und war eigentlich auch guter Hoffnung, dass ich mit meinem Berufsabschluss auch einen Job finden würde. Aber da ich ja schon weit über 50 bin, scheint es so, als ob ich bis zum Rentenbeginn keinen Job mehr bekommen werde. Aber wie heißt es doch so schön:" Die Hoffnung stirbt zuletzt." Ich werde mit Sicherheit nicht aufgeben und auch weiter meine Bewerbungen schreiben. Außerdem hatte ich von Januar 2005 bis Juli 2005 einen supertollen 1Euro-Job. Ich durfte für 6 Monate im Burgmuseum meiner Heimatstadt tätig sein. Da hatte ich aber auch ein "Schwein" gehabt (.. grins)! War aber auch interessant und abwechslungsreich.
Tja, vom 1.März 2006 bis 28.Februar 2007 hatte ich doch tatsächlich schon wieder einen 1-Euro-Job. Diesmal war ich für 12 Monate in der
Mahn- und Gedenkstätte WöbbelinMahn- und Gedenkstätte Wöbbelin
Mein Ein-Euro-Job
(für das ehemalige KZ Wöbbelin) gelandet und durfte dort zum Glück sehr viel am Computer machen (Datenbanken, E-Mails, Übersetzungsarbeiten). Aber natürlich hatte ich auch Gäste zu betreuen (auch aus dem Ausland). Na, mal schauen, was jetzt kommt. Wieder ein 1-Euro Job ? Hätte ja gern mal wieder einen richtigen Job für richtiges Geld !
Nunja ... seit dem 1. Mai 2008 hatte ich eine ABM-Stelle auf der BurgDie Alte Burg
Meine ABM-Stelle
hier in Neustadt-Glewe. Da ich hier ja schon im Jahr 2005 nen 1-Euro-Job hatte, war hier auch nix neu für mich und ich habe mich auch ganz fix wieder eingearbeitet. Die Stelle war erstmal für 6 Monate befristet und wurde dann um 6 weitere Monate bis 30.04.2009 verlängert. Dort konnte ich weiter am Aufbau des computergestützten Museumsarchivs arbeiten. Seit Mai 2009 bin ich nun wieder zu Hause und versuche meine viele Freizeit möglichst sinnvoll zu gestalten ...


Im August 2013 gab es eine neue Brille mit selbsttönenden Gläsern und im Nerd-Style ..;-))


..und zum Schluss noch ein schöner Spruch !!

Video - DSL und IE werden benötigt


August 2015 ... mit meiner Enkelin